Vielfalt europäischer Kulturen kennenlernen – italienische Cooltour

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„So viele Kirchen wie in dieser Woche habe ich in meinem ganzen Leben noch nicht gesehen!“ Ja, es gab viele Kulturdenkmäler zu sehen in dieser warmen Märzwoche im Veneto.

Nach der entspannten zehnstündigen Busfahrt von Nieder-Olm nach Bussolengo wurden wir von den italienischen Partnern inklusive Eltern und Geschwistern mit einem großen Buffet an unserer Partnerschule, der Scuola Media Leonardo Da Vinci, in unserer Partnerstadt Bussolengo begrüßt.

Am ersten Tag gab es gleich zwei sehr unterschiedliche Ziele. Am Morgen besuchten wir die schöne Stadt Brescia, die auf der anderen Seite des Gardasees in der Lombardei liegt. Highlights dort waren der alte und der neue Dom und das alte römische Theater. Auch ein Fußballspiel auf einer Piazza mitten in der Innenstadt trug zur guten Laune bei.

Nachmittags fuhren wir mit dem Bus nach Bardolino um dort zu picknicken, aber vor allem auch ein Eis in der besten Eisdiele am Gardasee zu essen, dem Cristallo. Es war so warm, dass sich einige Deutsche mit den Füßen ins Wasser trauten. Viele lernten von unserem netten Busfahrer Alex, wie man Steine möglichst oft über das Wasser hüpfen lässt und welche Steine sich dafür gut eignen. Die italienischen Austauschpartner nahmen an fast allen Ausflügen teil. So konnte sich die Gruppe sehr gut kennenlernen.

Mittwoch waren wir den ganzen Tag in Venedig unterwegs. Mit dem Bus fuhren wir bis Trochetto, von wo aus wir ein Boot nahmen, dass uns den ganzen Tag über zur Verfügung stand, wie ein Reisebus! Zunächst fuhren wir nach Murano um dort eine Glasbläserei zu besichtigen, dann ging es weiter nach Burano, der Stadt mit den bunten Fischerhäusern am Ufer, die früher bekannt für Spitze war. Bevor wir schließlich in Venedig anlegten, machten wir noch eine Pause auf der Insel Torcello, wo wir die Basilika mit den berühmten Mosaiken und dem wunderschönen Fresco besichtigen konnten. In Venedig selbst liefen wir an der Seufzerbrücke und dem Dogenpalast vorbei auf den Markusplatz. Von dort aus ging es weiter zur Rialto-Brücke, bei der einige Souvenirs gekauft wurden. Zurück zum Bus fuhren wir mit dem People Mover, der Schwebebahn, die zurück zu den am Stadtrand gelegenen Parkplätzen führt.

Am nächsten Tag wurden wir von drei Schülerinnen der Terza Media, der Jahrgangsstufe, mit der wir den Austausch machen, durch Bussolengo geführt. Zu Fuß liefen wir über den Parco Nieder-Olm Richtung Marktplatz mit dem Rathaus. Donnerstags findet in Bussolengo der größte Markt der gesamten Region statt. Zu kaufen gibt es dort nicht nur Obst, Gemüse, Fleisch, Fisch, Käse und Blumen, sondern unter anderem auch Kleidung und elektronische Geräte.

Um 11 Uhr war Abfahrt mit dem Bus nach Verona. Dort liefen wir zunächst zum Torre degli Alberti an der Piazza delle Erbe. Nach vielen Stufen wurden dort alle mit der wunderschönen Aussicht über die gesamte Stadt belohnt. Vorbei an der Piazza Dante und der Scala della Ragione picknickten wir zunächst im Parco Garibaldi, bevor es weiter ging zur Casa di Giulietta. Dort konnten wir nicht nur im Innenhof Giulietta an die Brust fassen, was Glück bringen soll, sondern sogar in das Haus hinein- und damit auch auf den Balkon gehen. Leider war die Arena wegen des Abbaus nach den Olympischen Spielen für Touristen geschlossen, sodass wir sie nur von außen bewundern konnten, bevor wir wieder nach Bussolengo fuhren. Die Abende in den Familien und mit Freunden waren auch nicht langweilig: viele gingen mit ihren Partnern abends zum Beispiel Pizzaessen, Fußballspielen oder zum Bowling.

Freitagmorgen frühstückten wir alle zusammen mit dem Schulleiter, dem Bürgermeister und Mitgliedern des Partnerschaftsvereins in der Schule. Anschließend boten Lehrer und Schüler gemeinsam verschiedene Workshops für uns an. Begeistert waren wir von dem Breakdancer, der im Robotics-Workshop gebaut und programmiert wurde, von den Traumfängern und Kreiseln, die gebastelt werden konnten, ebenso wie von den Origami-Frühlingsblumensträußen und -karten. Sehr originell waren die selbstgefalteten Schachteln mit Fotos und dem Logo des Austauschs. Mittags aßen wir alle zusammen in der Schule selbstgekochte Nudeln und Pizza. Der Nachmittag in den Familien wurde vor allem für das Kaufen von Souvenirs genutzt. Viel Zeit war auch gar nicht bis zur Abschiedsparty, die um 22 Uhr alle müde nach Hause entließ.

Die Rückfahrt kam den meisten deutlich kürzer vor als die Hinfahrt. Vielleicht hatte das mit dem erhöhten Schlafbedarf nach langen Abenden mit den Partnern und den 15.000 bis 20.000 Schritten pro Tag zu tun? Oder war es doch die Abschiedsparty?

Leider geht der italienische Kollege, Herr Loris Montagnoli, mit dem wir den Austausch seit 2014 durchführen, zum Sommer in Pension. Wir werden ihn sehr vermissen, aber sicherlich wird er es sich nicht nehmen lassen, weiterhin an Teilen des Programms mitzuwirken. Zwei junge, sehr engagierte Kolleginnen, Sara Romani und Caterina Ligossi, werden das Projekt mit uns hoffentlich noch viele Jahre weiterführen.