Müssen Radiomoderatoren nur quatschen können? Was kostet eine Fernsehkamera? Wie funktioniert ein Teleprompter? Diese und noch viele weitere Fragen wurden den neugierigen Schülerinnen und Schülern des Wahlpflichtfaches Kommunikation und Medien 8 bei ihrer Exkursion zum SWR-Funkhaus in Mainz am 16.01.2026 beantwortet.
Nach der Anreise mit dem Zug und einem kurzen Fußweg wurden die Jugendlichen von ihrem Besucherführer Herrn Filtzinger herzlich empfangen. Zu Beginn erhielten sie in einer Präsentation einen Überblick über den öffentlich-rechtlichen Rundfunk in Deutschland und den SWR als Teil der ARD. Dabei lernten sie die verschiedenen Angebote kennen – von Radiosendern wie SWR1, SWR3 und DASDING bis hin zu Internetangeboten wie der Media- und Audiothek, Social-Media-Kanälen, FUNK-Formaten und sogar Gaming-Angebote.
Anschließend durften die Schülerinnen und Schüler hinter die Kulissen des Rundfunks blicken: In einem Radiostudio erfuhren sie, dass Moderatorinnen und Moderatoren heute meist in sogenannten Selbstfahrerstudios ihre Sendungen komplett selbst steuern – dabei moderieren sie nicht nur und spielen Musik ab, sie nehmen sogar teilweise selbst Anrufe von Hörerinnen und Hörern entgegen. Besonders spannend war der Blick durchs Fenster eines Studios, aus dem gerade live für SWR 1 gesendet wurde.
Im Fernsehstudio der Landesschau Rheinland-Pfalz bewunderten die Jugendlichen die typischen roten Studiomöbel, das Mainzer Panorama im Hintergrund und die mehr als 130 Scheinwerfer an der Decke, die für perfektes Licht sorgen. Eine professionelle Studiokamera im Wert von rund 250.000 Euro, die Herr Filtzinger vorführte und dabei die Funktionsweise eines Teleprompters erläuterte, beeindruckte die jungen Besucherinnen und Besucher besonders. Im Regieraum staunten sie über dutzende Monitore und die unzähligen leuchtenden Tasten der Mischpulte und anderen Steuerungsgeräte. Die Schülerinnen und Schüler erhielten einen Einblick in die Bedienung der Geräte und erfuhren, dass die Aufgabenbereiche im Regieraum klar getrennt sind. Dabei wurde deutlich, dass man beim Fernsehen offensichtlich eine Vorliebe für Abkürzungen hat, was die Begriffe „Bimi“ für „Bildmischer“, „CVD“ für „Chef vom Dienst“ oder „VR“ für „verantwortlicher Redakteur“ zeigen.
Zum Abschluss informierte der Guide über Praktikums- und Ausbildungsmöglichkeiten beim SWR und verteilte Flyer zu den verschiedenen Berufsfeldern. Die 90-minütige Führung war sehr kurzweilig und gab den Schülerinnen und Schülern einen eindrucksvollen Einblick in die Welt von Radio und Fernsehen. Der ein oder andere schreibt nun schon an seiner Bewerbung für ein Praktikum beim SWR.





