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Projekt der Unfallkasse, des Behindertensportverbandes und des TV Laubenheim unterstützt Schulkonzept

IGS-AG Kommunikation und Medien beteiligt sich mit dem Thema „Inklusion“ an einem bundesweiten Wettbewerb

Nieder-Olm.  Für die Kinder und Jugendlichen der IGS gehören Rolli-Fahrerinnen und -Fahrer zum ganz normalen Alltag, denn einige ihrer Mitschülerinnen und Mitschüler sind auf das rollende Fortbewegungsmittel angewiesen. Und trotzdem ist es für alle Klassen immer wieder etwas Besonderes, wenn „Die Schule rollt!“ in Nieder-Olm Station macht. Dabei können auch nicht-behinderte Kinder und Jugendliche im Rollstuhl aktiv sein. Das finanziell von der Unfallkasse und dem Behindertensportverband unterstützte Projekt „Die Schule rollt“ setzt  der TV Laubenheim 1883 e. V. in rheinland-pfälzischen Schulen in der Praxis um.

Begeistert nehmen Kinder, Jugendliche und die Lehrkräfte aus der IGS die während der Veranstaltung  gewonnenen Erkenntnisse zum gemeinsamen Sporttreiben auf. Das Interesse ist groß - so lassen es sich zwei Lehrerinnen nicht nehmen, trotz Freistunde an der Veranstaltung teilzunehmen. „Unsere Schule lebt dieses Projekt, das auch für Inklusion steht!“ Für diese Aussage ist Lehrer Jörg Köhler authentisches Beispiel. Er ist Rolli-Fahrer, unterrichtet neben Deutsch und Religion auch Sport, und die Erlebnispädagogik steht ebenfalls auf seinem Lehrplan. Schaut man Jörg Köhler im Umgang mit seinen Schülerinnen und Schülern zu, erkennt man sofort: Hier funktioniert Inklusion. Er motiviert die Jungen und Mädchen zum Mitmachen und überzeugt mit seinen Tipps. „Eigene Erfahrungen sammeln und ausprobieren – das ist gerade für Kinder und Jugendliche besonders wichtig. Positive Bewegungserfahrung machen, erkennen, wo die eigenen Stärken liegen. Das ist für die Entwicklung und das Selbstbewusstsein von jungen Menschen ganz wichtig – egal ob mit oder ohne Beeinträchtigung. Auch für die Lehrkräfte sind die Erfahrungen von großer Bedeutung“, sind die Projektinitiatoren überzeugt.

Fragen an Nora Sties
Nora Sties vom TV Laubenheim beantwortete viele Fragen der Teilnehmenden

Am Veranstaltungstag beteiligte sich auch die AG Kommunikation-Medien der IGS unter Leitung von Barbara Porsch. Die Gruppe hat sich bereits intensiv mit dem Thema befasst und auseinandergesetzt, denn sie wollen sich beim bundesweiten Inklusions-Wettbewerb der FAZ  bewerben. Nun drehen sie eifrig einen Film und interviewen fleißig ihre Mitschülerinnen und Mitschüler. Einen Inklusions-Beitrag verfassen sie zurzeit für eine Unfallkassen-Schrift, die im Sommer an alle rheinland-pfälzischen Schulen geht.

Das Projekt

„Die Schule rollt!“ wird an rheinland-pfälzischen Regelschulen vorzugsweise in Klassen mit rollstuhlfahrenden Schülerinnen und Schülern kostenlos realisiert. Ausgestattet mit Kinderrollstühlen, einem Hindernisparcours und erfahrenen Trainern besucht das Projektteam Einrichtungen im ganzen Land. Der Hindernisparcours aus Rampen, Stufen und simuliertem Kopfsteinpflaster soll zeigen, mit welchen Schwierigkeiten die Kinder im Rollstuhl im Alltag zu kämpfen haben – und wie diese überwunden werden können. „Hemmschwellen und Berührungsängste können so durch das selbstständige Ausprobieren des Rollstuhlfahrens abgebaut werden. Bei jedem Termin ist mindestens ein rollstuhlfahrender Übungsleiter mit dabei, der Fragen beantworten kann und aus seinem Erfahrungsschatz berichtet“, umschreibt Nora Sties vom TV Laubenheim.

Konkrete Ziele des Projektes:

  • der Perspektivwechsel für Schülerinnen und Schüler und  Lehrkräfte zum Rollstuhl als Sportgerät
  • das Stärken der Kompetenz der Lehrkräfte, um die Qualität des Unterrichts zu verbessern
  • das Erleben von erwachsenen, selbstbestimmten Menschen mit Behinderung
  • das Fördern von Teilhabe und Selbstbewusstsein der  Schülerinnen und Schüler mit Behinderung
  • eine Netzwerkbildung zwischen Lehrkräften, Eltern, Vereinen und  Menschen mit Behinderung.

Wer Interesse am Projekt in der eigenen Schule hat, kann sich bei Jördis Gluch von der Unfallkasse näher informieren:  Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Quelle: Pressemitteilung der Unfallkasse Rheinland-Pfalz